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Erzählungen & Kurzgeschichten: Kurzgeschichten lesen

Erzählungen und Kurzgeschichten sind die Heimat von Fireside: kurze Texte, die einen einzigen Moment, eine Figur oder ein Gefühl einfangen und daraus eine große Wirkung entfalten. Hier findest du Geschichten von Autorinnen und Autoren – in wenigen Minuten gelesen, aber oft lange nachhallend. Stöbere durch die neuesten Erzählungen und lies sie kostenlos.

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Neueste Erzählungen & Kurzgeschichten-Geschichten

Der Raum zwischen uns
von IMAN_PERVAIZ
Aurelia lebt mit ihrer lauten, liebevollen Familie zusammen, fühlt sich aber immer wieder übersehen – ihre Sätze werden unterbrochen, ihre Gedanken verdrängt, ihre Anwesenheit kaum bemerkt. Die Geschichte zeigt in kleinen, alltäglichen Momenten das stille Einsamkeitsgefühl innerhalb einer Gemeinschaft, die sie liebt und die sie liebt. Am Ende bleibt offen, ob sie je gehört werden wird.
Mehr als der erste Blick verrät
von Iqra_Riaz_05
Lizzie, eine Stadtbewohnerin, besucht ihr Dorf und empfindet es zunächst als idyllischen Rückzugsort. Erst im Gespräch mit ihrer Cousine Kiran, die keine Schulbildung mehr erhält und täglich schwer arbeitet, erkennt Lizzie, dass ihre romantisierte Sichtweise auf das Landleben ein Privileg ist. Die Geschichte reflektiert den Unterschied zwischen dem Blick der Besucherin und der gelebten Realität derjenigen, die keine Wahl haben.
Ein Echo kleinen Lachens
von Mahnoor_Qamar
Am 5. Oktober 2012 verlor die siebenjährige Erzählerin ihre kleine Cousine Laika durch einen plötzlichen Unfall – ein Verlust, der das gesamte Familienleben erschütterte. Mit der Unschuld eines Kindes wartete sie noch darauf, dass Laika zur Tür hereinkommen würde, während die Erwachsenen um sie herum weinten. Die Erinnerung an das Tragen der kleinen Cousine bleibt als kostbares, schmerzhaftes Echo zurück.
Als die Sonne stillstand
von Zee.Zainab
Khadija, eine Mutter in einem südasiatischen Stadtviertel, kehrt nach der Schulabholung ihrer älteren Kinder nach Hause zurück, nur um festzustellen, dass ihre dreijährige Tochter Ayat verschwunden ist. Die Haushälterin Kulsoom Baji hatte sie kurz aus den Augen verloren, doch das Mädchen hatte sich heimlich zum Nachbarschaftsladen aufgemacht, um ihr vergessenes Stoffkaninchen zu holen. Während die Mutter die Wohnung in Panik durchsucht, sitzt Ayat sorglos beim freundlichen Ladenbesitzer Uncle Yousuf und trinkt Mangosaft.
Die Nacht, als das Licht erlosch
von tehreem16
An einem stürmischen Abend fällt der Strom aus, und die Erzählerin muss trotz eigener Angst vor der Dunkelheit zu ihrem jüngeren Bruder Hamza gehen, der Hilfe braucht. Gemeinsam zünden sie eine Kerze an, und das kleine Licht verändert nicht nur die Atmosphäre im Raum, sondern auch ihre innere Verfassung. Die Geschichte endet mit der stillen Erkenntnis, dass Fürsorge für andere die eigene Angst überwinden kann.
Der Preis meiner Einsamkeit
von Patricio_Garcia
Gustavo glaubt, viele Freunde zu haben, doch als seine Mutter ins Krankenhaus kommt und er sich aus den sozialen Netzwerken zurückzieht, meldet sich niemand – bis auf Marcos, den er wegen fehlenden 'Status' stets ignoriert hatte. Diese Erfahrung lässt ihn erkennen, wie oberflächlich seine digitale Welt war und wie tief seine wahre Einsamkeit reichte.
Die Worte, die ich nie gesagt habe (Teil 2)
von Michelle_Angela
Die Erzählerin beschreibt ihre besondere Verbindung zu 'Mr. Weirdo', einem Jungen, der nur ihr gegenüber fürsorglich und aufmerksam war. Sie stellt außerdem ihre zwei Freundinnen Sissy und Kiki vor, die gegensätzliche Charaktere haben. Die Geschichte baut auf den unausgesprochenen Gefühlen der Protagonistin auf.
Tag der offenen Tür
von andrea_quiet
Mira bereitet jedes Wochenende ihr Haus für Besichtigungen vor – zwei Tassen, ein warmer Kessel – und beginnt sich selbst wie ein leeres Haus zu fühlen: bewundert, aber nicht bewohnt. Ein Mann, der nachts leere Schulflure wischt, erkennt ihre stille Geste und trinkt aus einer der Tassen, als gehöre sie ihm. In diesem Moment verwandelt sich Einsamkeit in Verbindung.
Stadtnacht
von Lucy_bloom
Der Text schildert eine stille Stadtnacht aus der Ich-Perspektive: Laternen, Mondlicht und Grillenzirpen schaffen eine atmosphärische Kulisse zwischen Ruhe und urbaner Lebendigkeit. Der Erzähler nimmt die Geschichten hinter erleuchteten Fenstern wahr und findet in der Nacht Entspannung und Frieden. Es ist eine lyrische Momentaufnahme urbaner Stille.
Kalter Kaffee
von Dylan_J._Morgenstern
Ein erschöpfter Mann sitzt nach Mitternacht allein in einem Diner, starrt auf seinen kalten Kaffee und beobachtet die müde Bedienung, während er in Gedanken versinkt. Er fühlt sich wie ein Geist – körperlich anwesend, innerlich leer – und versucht, den Menschen um ihn herum durch erfundene Geschichten Substanz zu verleihen. Die Erzählung bricht mitten im Satz ab und hinterlässt eine Stimmung tiefer Einsamkeit und innerer Erschöpfung.
Der letzte Abstieg
von Mindcalmai
Kabir und Rohan erleben einen schweren Autounfall an einer Klippe und finden sich in einer lebensbedrohlichen Situation wieder, als ein unbekannter Angreifer mit einem Eisenstab auf sie zukommt. Die beiden Freunde fliehen lautlos durch den Wald und suchen Zuflucht in einer verfallenen Höhle, während ihr Verfolger ihnen dicht auf den Fersen ist. Die Geschichte endet an einem Cliffhanger, als die beiden tief in die dunkle Höhle eindringen.
Die leeren Zimmer von Blackwood Manor
von Mindcalmai
Ein freiberuflicher Schriftsteller mietet das abgelegene viktorianische Herrenhaus Blackwood Manor in Oregon, um in Isolation zu arbeiten. In der dritten Nacht wird er durch schwere Schritte auf dem Flur und ein drehendes Türknob geweckt – und hört schließlich seinen Kindheitsspitznamen, den nur seine verstorbene Mutter kannte. Die Geschichte bricht an diesem Höhepunkt ab und hinterlässt eine dichte, beklemmende Atmosphäre.
Das Inventar der Frau Koronczai
von Eszter
Eszter, eine Buchhändlerin, nimmt die Bücher des verstorbenen Mannes von Mária Koronczai an und entdeckt dabei ein geheimnisvolles, eingeschlagenes Buch mit der handgeschriebenen Warnung 'meg ne add – nicht verkaufen'. Die stille Begegnung zwischen den beiden Frauen enthüllt die Schichten einer Ehe voller unbekannter Dinge und eines Lebens, das sich dem Verständnis der Hinterbliebenen entzieht.
Der Abstand zwischen den Tönen
von Rnskov_M
Solvej, eine erfahrene Klavierstimmerin, entdeckt nach einunddreißig Jahren an einem Steinway ein kaum wahrnehmbares Zittern in einem einzigen Ton – und beginnt darüber nachzudenken, was das Instrument über die Zeit in sich aufgenommen hat. Die Geschichte erkundet die stille Würde einer unsichtbaren Arbeit und die Frage, ob Materialien das Gedächtnis menschlicher Anwesenheit bewahren. In meditativer Prosa verbindet die Erzählung Handwerk, Vergänglichkeit und das Echo vergangener Aufführungen.
Die Retrospektive, die niemand geplant hatte
von Jakub
Jakub, ein Journalist und Zeichner, besucht die hastig organisierte Retrospektive des verstorbenen Malers Miroslav Štěpánek und beobachtet, wie dessen Tochter Jana die Werke nach einem stillen, persönlichen Prinzip ordnet. Die unerwartete Logik der Hängung – Bilder aus der Wohnung links, Bilder aus dem Lager rechts – entfaltet eine stille, erschütternde Aussage über Anwesenheit und Verlust. Der Text kreist um das genaue Beobachten als Form der Trauer und des Verstehens.
Der zweite Entwurf unserer selbst
von NVillanueva
Sofía, eine 34-jährige Krankenhausverwalterin, beobachtet ein Phänomen, das sie das 'Fremdfenster' nennt: jenen kurzen Moment, in dem ein Unbekannter noch kein Bild von uns hat und wir uns selbst neu erzählen können. Anhand einer Zugfahrt und einer Hochzeitsgesellschaft untersucht sie, wie Gespräche mit Fremden nicht Verstellung, sondern Probe für eine werdende Version unserer selbst sein können. Die Erzählung verknüpft persönliche Beobachtung mit psychologischer Reflexion über Identität als fortlaufenden Entwurf.
Der Feigenbaum weiß es
von Vjeko
Ana, eine Textilrestauratorin, kauft seit elf Jahren jeden Samstag Feigen am selben Marktstand, bis die alte Verkäuferin durch ihren Sohn Tomislav ersetzt wird. In zarten, wöchentlichen Begegnungen entwickelt sich eine stille Annäherung zwischen zwei Menschen, die beide auf ihre Weise gelernt haben, am Rand des Lebens zu stehen. Die Geschichte endet in einem Moment zarter Hoffnung, als eine Berührung und eine Einladung die Möglichkeit eines Neubeginns andeutet.
Das verbliebene Auge des Kartografen
von Sarfaraz
Hamid Barlas, ein einäugiger Kartograf, kommt 1762 nach Lahore, um für einen Kaufmann Lagerhäuser zu vermessen. Bei seiner Arbeit begegnet er Sakina, einer älteren Frau, die vor der Tür einer kleinen Schule sitzt, die ihr verstorbener Mann jahrzehntelang betrieben hat und die nun von einem Erbschaftsstreit bedroht wird. Die Geschichte bleibt auf einem Scheideweg stehen – zwischen dem, was Hamids Instrumente messen können, und dem, was sie nicht messen können.
Was der Nachmittag verschluckte
von Taina_Ferreira
Dona Cléa und ihre Schwiegertochter Patrícia teilen eine schweigsame Nachmittagsstunde in der Wohnung, während Marcos, Sohn und Ehemann, seit Monaten in Manaus arbeitet. In ihrer gemeinsamen Sehnsucht und ihren unterschiedlichen Erinnerungen an denselben Mann finden die beiden Frauen eine stille, unausgesprochene Verbundenheit. Die Geschichte endet mit einem abgebrochenen Satz, der die Ungewissheit und das gemeinsame Warten offen lässt.
Die Tochter, die das Falten lernte
von AhKowL
Rosie besucht ihre Nachbarin und berichtet vom Streit mit ihrer Tochter Su Fen über das Verbrennen von Papieropfergaben für die verstorbene Großmutter. Hinter dem Konflikt verbirgt sich eine tiefere Frage: Wie überträgt sich Wissen, das nicht gelehrt, sondern durch Anwesenheit und Aufmerksamkeit erlebt wird? Die Erzählerin erkennt, dass Mutter und Tochter in verschiedenen Sprachen sprechen – eine über Trauer und Tradition, die andere über Vernunft und Distanz.
Die Frequenz zwischen den Stationen
von Khoa
Bà Loan, eine pragmatische Straßenverkäuferin in Vietnam, beginnt neben einem summenden Transformator Opfergaben zu hinterlassen, nachdem sie darin eine Art Bewusstsein zu spüren glaubt. Als der Techniker Phong die Opfergaben entdeckt, erlebt er dasselbe unerklärliche Gefühl und trifft Bà Loan, woraufhin beide in ein stilles, tiefes Gespräch über Aufmerksamkeit und das Heilige geraten. Die Erzählung bleibt offen – der letzte Satz bricht ab – und hinterlässt eine schwebende, meditative Stimmung.
Der Dienstag, an dem du aufhörst aufzuschieben
von Geert74
Ein erfahrener Begleiter fordert den Leser auf, die eine aufgeschobene Sache zu benennen, die still unter dem Alltag liegt. Er empfiehlt den kleinstmöglichen ersten Schritt, um die Gewohnheit des Aufschiebens zu unterbrechen, und betont körperliche Achtsamkeit als verlässlichen Kompass. Der Text endet mit der offenen Frage, was man konkret schützen will, um diesen Raum zu bewahren.
Die Tochter des Lackierers zählt Atemzüge
von FAsakura
Eine Museumsmitarbeiterin beobachtet jahrelang eine alte Frau, die jeden Dienstag einen lasierten Kabinettschrank aus der Edo-Zeit besucht. Eines Novembertages enthüllt die Frau, dass ihr Vater die letzte Lackschicht aufgetragen hat – in dem Glauben, dass jeder letzte Deckauftrag ein Gebet ins Unbekannte ist. Die Erzählung kreist um stille Verbundenheit, Handwerk und die Frage, was es bedeutet, etwas zu vollenden, ohne das Ergebnis zu sehen.
Das Gewicht der Mandarinen
von LeThi_H
Phượng, eine Frau mit einer tiefen Skepsis gegenüber zurückgekehrten Auswanderern, beobachtet Sơn, der nach 15 Jahren in Kanada in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist. Zwischen ihnen entwickelt sich langsam eine zarte Annäherung, getragen von alltäglichen Begegnungen, Minzduft und Mandarinen. Die Geschichte erkundet das Spannungsfeld zwischen Misstrauen und der Möglichkeit echter Verbindung.

Häufige Fragen

Was ist eine Kurzgeschichte?

Eine Kurzgeschichte ist konzentrierte Prosa: ein einziger Moment, eine Situation, oft ein offenes Ende. Ihre Kraft liegt in der Verdichtung – jedes Wort zählt, weil wenig Platz ist.

Wie lang ist eine Kurzgeschichte?

Es gibt keine feste Länge – meist ein paar Seiten. Entscheidend ist nicht die Wortzahl, sondern dass sie sich auf einen Effekt, eine Wendung oder eine Erkenntnis zuspitzt.

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