Innerer Monolog
Kurz gesagt: Der innere Monolog gibt die Gedanken einer Figur unmittelbar wieder – meist in der ersten Person und im Präsens, so, wie sie im Kopf entstehen. Er öffnet die direkte Innensicht.
Woher der Begriff kommt
Der Begriff geht auf das französische „monologue intérieur“ zurück. Als frühes Beispiel gilt Édouard Dujardins Roman „Les lauriers sont coupés“ (1887); im Deutschen machte ihn Arthur Schnitzler mit „Leutnant Gustl“ (1900) berühmt, einer Novelle, die fast ganz aus den Gedanken ihrer Hauptfigur besteht.
Worauf du achten solltest
Unmittelbar und ungeordnet: Gedanken springen, brechen ab, widersprechen sich – ein innerer Monolog darf das abbilden.
Dosieren: Zu viel Innensicht bremst die Handlung. Setze den inneren Monolog gezielt in entscheidenden Momenten ein.
Klar vom Erzähltext trennen: Leser müssen merken, wann sie im Kopf der Figur sind. Ein Absatz, ein Wechsel ins Präsens oder ein abgehackter Rhythmus reichen meist als Signal – Anführungszeichen braucht es nicht.
Innere Monologe auf Fireside
Fireside übersetzt jede Geschichte automatisch in die zweite Sprache. Gedankenpassagen bleiben auch übersetzt gut lesbar, wenn du sie klar vom übrigen Text absetzt. Eine Rückmeldung dazu kann dir das KI-Lektorat geben.
Verwandte Begriffe: Erlebte Rede · Ich-Erzähler · Erzählperspektive
Häufige Fragen
Was ist ein innerer Monolog?
Die unmittelbare Wiedergabe der Gedanken einer Figur, meist in erster Person und Präsens.
Innerer Monolog oder erlebte Rede?
Der innere Monolog steht meist in Ich-Form und Präsens; die erlebte Rede bleibt in dritter Person und Erzähltempus.
Wie erkenne ich einen inneren Monolog?
An der Ich-Form, meist im Präsens, ohne Einleitung wie „sie dachte“. Die Gedanken erscheinen ungefiltert, oft sprunghaft und unvollständig – so, wie sie im Kopf entstehen.