Ich-Erzähler
Kurz gesagt: Beim Ich-Erzähler berichtet eine Figur die Geschichte aus ihrer eigenen Sicht – in der ersten Person. Das schafft große Nähe, beschränkt den Blick aber auf das, was diese Figur weiß und wahrnimmt.
Stärken und Grenzen
Nähe und Stimme: Die Leser sind unmittelbar in Kopf und Gefühl der Figur – ideal für eine starke, eigene Erzählstimme.
Begrenztes Wissen: Der Ich-Erzähler kann nur berichten, was er selbst erlebt oder erfährt – das schafft Spannung, aber auch Grenzen.
Nicht immer verlässlich: Ein Ich-Erzähler kann sich irren oder täuschen (unzuverlässiger Erzähler) – ein starkes Stilmittel.
Verwandte Begriffe: Erzählperspektive · Erlebte Rede · Innerer Monolog · Auktorialer Erzähler
Häufige Fragen
Was ist ein Ich-Erzähler?
Eine Erzählfigur, die die Geschichte in der ersten Person aus ihrer eigenen Sicht erzählt.
Was ist ein unzuverlässiger Ich-Erzähler?
Ein Ich-Erzähler, dessen Darstellung die Leser nicht ganz trauen können – weil er sich irrt, verschweigt oder täuscht.