Novelle
Kurz gesagt: Die Novelle ist eine mittlere Erzählform zwischen Kurzgeschichte und Roman. Sie konzentriert sich auf ein einziges, außergewöhnliches Ereignis – eine „unerhörte Begebenheit“ – mit einer klaren Wende.
Woher der Begriff kommt
Das Wort kommt vom italienischen novella („Neuigkeit“). Boccaccios „Decamerone“ prägte die Form; Goethe definierte die Novelle als „eine sich ereignete unerhörte Begebenheit“ – oft verdichtet in einem Dingsymbol wie dem berühmten Falken.
Wie du eine Novelle baust
Ein Ereignis ins Zentrum: Die Novelle erzählt nicht ein ganzes Leben, sondern einen entscheidenden Vorfall und seine Folgen.
Straff bleiben: Weniger Nebenstränge als der Roman, mehr Raum als die Kurzgeschichte – halte die Handlung konzentriert.
Einen klaren Wendepunkt setzen: Die klassische Novelle dreht sich um einen Moment, an dem alles kippt.
Ein Dingsymbol nutzen: Ein wiederkehrender Gegenstand kann die Novelle bündeln und ihr Thema tragen.
Novellen auf Fireside
Zwischen Kurzgeschichte und Roman ist die Novelle eine ideale Form für eine fortlaufende Geschichte: konzentriert genug für einen Zug, lang genug für echte Tiefe.
Verwandte Begriffe: Kurzgeschichte · Wendepunkt · Symbol · Konflikt
Häufige Fragen
Was ist eine Novelle?
Eine mittlere Erzählform zwischen Kurzgeschichte und Roman, die sich auf ein einziges außergewöhnliches Ereignis konzentriert.
Was ist der Unterschied zwischen Novelle und Kurzgeschichte?
Die Novelle ist länger und strenger um eine „unerhörte Begebenheit“ mit klarer Wende gebaut; die Kurzgeschichte ist kürzer und oft offener.
Was bedeutet „unerhörte Begebenheit“?
Goethes Formel für das ungewöhnliche, so noch nicht dagewesene Ereignis im Zentrum einer Novelle.