Kurzgeschichte
Kurz gesagt: Eine Kurzgeschichte ist eine kurze Prosaerzählung, die sich auf einen Moment, eine Figur oder einen Konflikt konzentriert. Sie beginnt oft mitten im Geschehen, verzichtet auf Nebenhandlungen und endet häufig offen oder mit einer leisen Pointe.
Woher der Begriff kommt
Die moderne Kurzgeschichte (englisch short story) entstand im 19. Jahrhundert, u.a. bei Edgar Allan Poe, der forderte, eine Erzählung solle in einem Sitzen lesbar sein und auf eine einzige Wirkung zielen. Im deutschen Sprachraum prägte vor allem die Nachkriegszeit die Form.
Wie du eine Kurzgeschichte baust
Ein Fokus: Beschränke dich auf einen Konflikt, eine Wende, einen Menschen. Die Kürze ist keine Schwäche, sondern die Stärke der Form.
Spät einsteigen, früh aussteigen: Beginne so nah wie möglich am entscheidenden Moment und höre auf, sobald er gefallen ist.
Jedes Wort trägt: In der Kurzgeschichte hat kein Satz Platz zum Leerlauf. Was nichts beiträgt, kommt raus.
Das Ende offen denken: Viele starke Kurzgeschichten enden nicht mit einer Auflösung, sondern mit einem Nachhall – einem Bild, das bleibt.
Kurzgeschichten auf Fireside
Fireside ist ein Ort für genau diese Form: kurze Geschichten, die in wenigen Minuten gelesen sind und trotzdem etwas hinterlassen. Du kannst hier kostenlos lesen und selbst schreiben – und mit einem Lektorat deinen Stil weiterentwickeln.
Verwandte Begriffe: Exposition · In medias res · Pointe
Häufige Fragen
Was ist eine Kurzgeschichte einfach erklärt?
Eine kurze Prosaerzählung, die sich auf einen Moment, eine Figur oder einen Konflikt konzentriert und oft offen endet.
Wie lang ist eine Kurzgeschichte?
Meist von wenigen hundert bis wenige tausend Wörter – kurz genug, um in einem Sitzen gelesen zu werden.
Was sind typische Merkmale einer Kurzgeschichte?
Ein knapper Einstieg (oft mitten im Geschehen), ein einziger Fokus, wenig Personal, kein Nebenstrang und häufig ein offenes Ende.