Glossar

Motiv

Kurz gesagt: Ein Motiv ist ein wiederkehrendes Element in einer Geschichte – ein Bild, ein Gegenstand, eine Situation –, das Bedeutung trägt. Daneben meint „Motiv“ auch den Beweggrund einer Figur.

Woher der Begriff kommt

„Motiv“ kommt vom lateinischen „motivus“, „bewegend“ – gemeint ist, was eine Handlung in Gang setzt. Die Literaturwissenschaft untersucht Motive über Epochen hinweg; ein Standardwerk ist Elisabeth Frenzels „Motive der Weltliteratur“ (1976).

Zwei Bedeutungen von „Motiv“

Das literarische Motiv: Ein wiederkehrendes Bild oder Thema (etwa eine Uhr, ein Fenster, der Winter), das die Geschichte durchzieht und verdichtet.

Das Motiv der Figur: Der Beweggrund, aus dem eine Figur handelt – ihr „Warum“. Glaubwürdige Motive machen Handlungen nachvollziehbar.

Vom Leitmotiv abgrenzen: Ein Leitmotiv ist ein besonders betontes, immer wiederkehrendes Motiv.

Motive auf Fireside

Viele Motive kehren in ganz unterschiedlichen Geschichten wieder – Heimkehr, Abschied, ein Geheimnis. Auf den Themen-Seiten findest du Geschichten, die ähnliche Motive auf ihre eigene Weise erzählen.

Verwandte Begriffe: Leitmotiv · Symbol · Figurenentwicklung · Konflikt

Häufige Fragen

Was ist ein Motiv in der Literatur?

Ein wiederkehrendes bedeutungstragendes Element – oder, bezogen auf eine Figur, ihr Beweggrund.

Was ist der Unterschied zwischen Motiv und Thema?

Das Thema ist die übergreifende Aussage; ein Motiv ist ein konkretes, wiederkehrendes Element, das dieses Thema trägt.

Welche bekannten Motive gibt es?

Zum Beispiel die Heimkehr, die verbotene Liebe, der Doppelgänger, die Reise, das gebrochene Versprechen oder das Geheimnis, das ans Licht kommt.

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