Das Lamm
von FionaMacAllister · 18. Juni 2026 · Biografie & Memoir
Fiona versucht ein verstoßenes Lamm aufzuziehen. Es stirbt am dritten Tag trotzdem. Ihr Mann sagt kein Wort und stellt ihr eine Tasse Tee hin. Eine Geschichte über Verlust ohne jeden Aufwand.
Es war die dritte Woche der Ablammung und ich lief mit vier Stunden Schlaf. Die Mutter hatte Zwillinge und wollte das zweite nicht annehmen. Das passiert. Man versucht es, steht eine Stunde in der Kälte bei ihr, führt das Lamm heran, und manchmal klappt es und manchmal nicht. Dieses Mal nicht. Also nahm ich das Lamm rein, setzte es auf die Flasche, und es trank gut genug die ersten zwei Tage. Am dritten Tag hörte es einfach auf. Nicht krank, nicht verletzt. Es legte sich in die Ecke der Küche und hörte auf.
Ich habe schon früher Lämmer verloren. Ich weiß wie es aussieht. Ich saß trotzdem dabei, wahrscheinlich zwei Stunden, was keine praktische Sache ist aber so war es nun mal. Mein Mann Donald kam irgendwann rein und sagte nichts, stellte einfach eine Tasse Tee auf den Boden neben mich. Das war das Richtige.
Die Mutter war gut. Zog das erste Lamm ohne Schwierigkeiten groß. Man denkt nicht zu lange darüber nach oder man könnte die Arbeit nicht tun.
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